Grundlegend werden die Hopfen eingeteilt in
Aromahopfen mit Alpha-Säuregehalt (<10%) und
Bitterhopfen mit Alpha-Säuregehalt (>10%). Neuerdings kommen auch noch
spezielle Flavorhopfen dazu.
Da aber durch den Zeitpunkt der Hopfengabe beim Brauprozess (von langem Kochen bis hin zur Kalthopfung im Lagertank)
die Abgabe der Bitterstoffe und ätherischen Öle bestimmt wird, werden heute unterschiedliche Hopfen zu unterschiedlichen
Zeitpunkten verwendet. Dabei eröffnet sich ein Spektrum aus blumigen, kräutrigen, würzigen , fruchtigen, zitrusartigen,
an grüne Früchte erinnernde oder gemüsige Aromen.
So stehen heute den Brauereien annähernd unendlich viele Möglichkeiten beim Hopfenaroma und der Hopfenbittere zur
Verfügung – und das alles natürlich in Übereinstimmung mit dem Reinheitsgebot.
Hopfen aus der Gruppe der Bittersorten…
…sind vor dem Hintergrund selektiert worden, möglichst viele Bitterstoffe (Alpha-Säure) zu enthalten.
Im Brauwesen werden diese Bitterstoffe oft dazu benutzt, die Grundbittere des Bieres einzustellen.
Sorten aus dieser Gruppe sind meist etwas extremer in Wuchs und Ansprüchen.
Hopfen aus der Gruppe der Aromasorten…
…zeichnen sich durch ein feines Aroma aus. Zuchtziel dieser Sortengruppe ist die
Harmonie der aromatischen Komponenten bei den Inhaltsstoffen.
Beim Bier bestimmen die Aromasorten den spezifischen Geschmack, die „Blume“ des Bieres!
Hopfen aus der Gruppe der Spezial Flavor Hopfen…
…umfasst Sorten, deren Inhaltsstoffe bestimmte Geruchs-, Geschmacks- oder Duftnoten enthalten.
Mit Hopfen aus dieser Sortengruppe ist es Brauern möglich, in Kombination mit speziellen Brauverfahren
geschmacklich
interessante und unverwechselbare Biere zu kreieren, ohne das Reinheitsgebot zu umgehen.
Aber auch bei der Verwendung als Tee oder auch getrocknet in Hopfenkissen macht sich der spezielle Duft
dieser Sorten feinen Nasen zugänglich.